Russische Föderation

Die russische Landwirtschaft unterliegt seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion einem enormen Wandel. Nur die stärksten fünf bis zehn Prozent der ehemaligen Kolchosen und Sowchosen überlebten die für die Landwirtschaft sehr schwierigen 90er Jahre. Oft übernahmen sie noch Nachbarbetriebe und bewirtschaften nun Flächen von teilweise mehr als 20.000 Hektar. Daneben gibt es private Investoren, die mehrere Betriebe zu großen Agroholdings zusammenfassen und bis zu 500.000 Hektar bewirtschaften.

In Russland konzentrieren sich 9 Prozent der Weltackerfläche, 52 Prozent der Schwarzerdefläche, 20 Prozent des Süßwasservorrats und 9 Prozent der Mineraldüngerressourcen. Die steigende Auslastung dieser enormen Ressourcen spiegelt sich in den stetig wachsenden Ernteerträgen wider. Im Jahr 2008 wuchs die landwirtschaftliche Produktion im Vergleich zum Vorjahr um etwa neun Prozent.

Im Jahr 2008 gab es eine Rekordernte, die erstmals wieder an das Niveau in Sowjetzeiten heranreichte. Dennoch wird das volle Ertragspotenzial noch nicht ausgeschöpft.